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Wir Elternvertreter vom GEB-Konstanz wollen wie alle Eltern dafür sorgen,
dass unsere Kinder eine glückliche und unbeschwerte Schulzeit erleben
dürfen und dass alle Kinder nach der Schulzeit eine reelle Chance bekommen ihr Berufsleben nach eigenen Wünschen und Fähigkeiten zu gestalten.
Dazu gehört nicht nur, dass wir den Eltern beratend zur Seite stehen, sondern auch, dass wir Forderungen an die Schulen und Schulämter stellen,
damit z.B. die Lehrer- und Raumsituation an der Schulen verbessert werden und für möglichst geringen Unterrichtsausfall gesorgt wird.
Wir erwarten von unseren Volksvertretern in Baden-Württemberg und auf Bundesebene,
dass sie die Forderung auf die Tagesordnung der politischen Diskusssion setzen,
dass mehr in Bildung investiert wird.
Es braucht die Ausarbeitung eines Konzepts,
dass mittelfristig realisiert werden kann und hinter dem die maßgeblichen politischen Kräfte stehen.
Bildung muss die zentrale Rolle in der Gesellschaft bekommen.
Weiter sehen wir für uns auf der Tagesordnung der gesellschaftlichen Auseinandersetzung das Stichwort
"intra-generativer Lastenausgleich".
Damit gehen wir über unsere Aufgabe der lokalen Elternvertretung hinaus.
Trotzdem müssen wir politischen Weitblick mit denken wollen.
Der Kinderlos-Generation, - Erwachsene im elternfähigen Alter, die bewusst und aus Kalkül keine Kinder wollen -, sei gesagt,
dass wir als Eltern eine gesellschaftliche Diskussion unter Feuer halten werden,
bei der es um einen intra-generativen Lastenausgleich geht.
Hierbei geht es
nicht nur um steuerliche Vorteile für Familien, sondern um
rechtliche Besserstellung im Berufsleben für Eltern gegenüber Nicht-Eltern in derselben Generation,
die nach Erziehungsjahren für ihre Kinder wieder in das Berufsleben einsteigen wollen.
Jene Single-Generation hat während dieser Zeit unbestreitbare Karriere- und Vermögensbildungsvorteile realisiert.
Deren Argument der intellektuellen Unfähigkeit zur Elternschaft und entgehender Humankapital-Rendite, kann nicht angenommen werden.
Wir als Eltern haben Elternschaft lernen und eine neue Schiene des Erwachsenwerdens fahren müssen.
Es brauchte persönlichen Mut die Weiche umzulegen.
Nun brauchen wir kollektiven Mut zu einer Politik für Frauen die akzeptiert, dass Paare Kinder haben wollen und Berufstätigkeit und Kinderwunsch
in Deckung zu bringen sind [SZ]. Geglückte Beispiele für diese Politik findet man in der europäischen Nachbarschaft.
Was ist mit der flächendeckenden Versorgung von DSL?
Die ländlichen Räume dürfen nicht gegenüber Ballungsräumen benachteiligt sein.
Das Internet wird von den Schülern in den Familien zur Recherche und für schulische Fragestellungen genutzt.
Das Web ist ein Medium in der beschworenen Wissensgesellschaft.
Man komme doch nicht mehr mit Argumenten, ein börsennotiertes Unternehmen müsse unwirtschaftliche Investitionen im landlichen Raum
erst einmal zurückstellen, weil die technischen Probleme noch nicht gelöst seien.
Braucht man schon wieder einmal einen asiatischen Schubs ins Kreuz um sich mit der notwendigen Entwicklungsarbeit bei uns zu beschäftigen?
Wenn es in Konstanz das DSL und Flatrate gibt, dann muss es dass auch in Dingelsdorf, Dettingen und sonstwo auf dem Bodanrück geben.
Wir vom GEB-Konstanz fordern eine Stadt-Land-Solidarität.
SÜDKURIER Seite 19, 11.12.2006: DSL-Initiative erkämpft DSL-Anschluss für Dingelsdorf, Oberdorf und Wallhausen. Stadtwerke Konstanz und T-Com haben einen Vertrag unterzeichnet. Start des DSL-Betrieb: Mai 2007.
freundlicher Gruß Web-Ag, GEB-Konstanz
[SZ] Signe Zerrahn: Familien in Deutschland; Europäische Verlagsanstalt 2002; ISBN 3434505288
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