|
Die Chronik des GEB-Konstanz, damit seine Aktionen nicht in Vergessenheit geraten und neue Eltern motiviert sind für ein Gremium, in dem sie als Elternbeiräte ihrer Schule mitarbeiten werden. |
|
Chronik des Gesamtelternbeirats der Stadt KONSTANZ (zusammen gestellt: WEB-AG des GEB) 1982 - 1988 Eltembeiratsvorsitzender: Dr. Theodor Lüßling; In dieser Zeit konzentrierte sich der GEB-Konstanz mit den Bemühungen um die Schulen in Konstanz auf den Schulausschuss der Stadt. Herr Dr. Lüßling erreichte im Schulbeirat eine großzügigere finanzielle Dotierung der Konstanzer Schulen. Wichtig war ihm, dass alle Schulen gleichberechtigt mit Mitteln dotiert wurden. Der Gesamtelternbeirat regte die Eltern zur Eigeninitiative an für Verschönerungen in der Schule ihrer Kinder, wenn angesichts leerer Kassen keine Aussicht auf Renovierung bestand. Es gelang die Gründung von Fördervereinen für einzelne Schulen. 1987: Erarbeitung einer Geschäftsordnung für den GEB-Konstanz, Inkrafttreten: 01. Juli 1987
1988 - 1998 Eltembeiratsvorsitzende: Erika von Waldthausen Stellvertretung: Dr. Dorothee Jacobs-Krahnen Frau von Waldthausen versuchte über persönliche Gespräche und eine intensive Korrespondenz die Leute in die Pflicht zu nehmen. Sie habe eine „heilsame Unruhe verbreitet“. Selbstlosigkeit und Beharrungsvermögen wurden ihr bescheinigt. Unter ihrer Leitung haben Eltern auch Widerstand gegen kurzsichtige Spar-Entscheidungen geleistet, z.B. Kürzungen bei der Reinigung der Schulen. Unter ihrer Leitung kämpfte auch der GEB für den Bau der Radfahrerbrücke über den Rhein. Für die Stefansschule wurde eine Schulküche erstritten. 8/1993: Diskussionsabend im Humboldt-Gymnasium: 8 oder 9 Jahre Gymnasium; Teilnehmer: Wissenschaftsminister Klaus von Trotha; 6/1995: Informationsveranstaltung des GEB: Scientology, Gefahr für Mensch, Staat und Gesellschaft 7/1996: Aktionsgruppe des GEB wird gegründet, Aufgabe: Elternbeirat in der Öffentlichkeit präsenter machen und das Gremium handlungsfähiger zu machen z.B. durch Vorbereitung und Organisation von Aktionen, in denen der Beirat Stellung zu aktuellen Schulpolitik bezieht. Aktionstag: mit Arbeitskreis der Gesamtelternbeiräte Baden-Württembergs: Zukunft der Schule – Schule der Zukunft 2/1996: Elternvertreter zur Landtagswahl: Fragebogen an die Landtagskandidaten, von D. Jacobs-Krahnen, G. Weiner und K. Beume 3/1996: Aktionstag „Die Schule bröckelt“ der Elternaktionsgruppe Konstanz. Anliegen: zu große Klassen und eine überalterte Lehrerschaft. Liste mit 600 Unterschriften wird ausgerollt und Kultusministerin Schavan übergeben. Die Unterzeichner fordern absoluten Vorrang für Bildungspolitik sowie ausreichenden Schulraum und Unterricht für die wachsende Schülerzahl. 2/1996 Eltern protestieren gegen Organisationserlass (Kinder werden auf die Schulen verteilt), D. Jacobs-Krahnen und G. Weiner: „Bildungspolitik so wieder ein Thema in der Politik werden“; Eltern kämpfen für dem vierten Klassenzug: Staatliches Schulamt wollte Erstklässler der Sonnenhalde-Schule im Herbst in drei Klassen zusammenlegen 7/1996: Landesweite Tagung der Gesamtelternbeiräte in Konstanz „Zukunft der Bildung – Schule der Zukunft“; Aktionen des Arbeitskreises der Konstanzer Elternbeiräte in der Innenstadt: „Wir (er-)ziehen alle an einem Strang“, Forderungen: 2.000 neue Lehrerinnen und Lehrer; mehr Fortbildungen für unsere LehrerInnen; mehr VertreterInnen; eine Klassenlehrerstunde pro Woche; ausreichend Förderunterricht 7/1997: Schülerbeförderung, Demonstration vor dem Landratsamt 10/1997: Zwiebelaktion: Protestierende Eltern überreichen der baden-württembergischen Kultusministerin Annette Schavan vor dem Konstanzer Landratsamt ein Netz voller Zwiebeln, weil die Eltern die Bildungspolitik zum Heulen finden. Auch die anderen Teilnehmer der Kultusminister-Konferenz werden von den rund 70 Müttern und Vätern so begrüßt. Hier beschließen die Kultusminister die Teilnahme am PISA-Test. 1/1998: Bildungsnacht in Baden-Württemberg, veranstaltet von der Landesaktionsgruppe der Gesamtelternbeiräte; Thema: „In der Bildungspolitik gehen die Lichter aus.“ Ein Lichterzug (Laternen) in Konstanz mit etwa 3000 Teilnehmern zieht vom Landratsamt zum Humboldt-Gymnasium. Aufruf in Baden-Württemberg: „Eine Stunde lang in den Häusern das Licht ausschalten.“ 1/1998: Diskussionsabend: 8 oder 9 Jahre Gymnasium
1998 - 2001 Eltembeiratsvorsitzende: Gabriele Weiner Stellvertretung: Dr. Dorothee Jacobs-Krahnen Meine Zeit im Gesamteltembeirat Konstanz Mein Name ist Gabriele Weiner und ich bin Mutter von 6 Kindern, die im Zeitraum von 1978 bis 1990 zur Welt kamen. Als Elternvertreterin bin ich seit 1982, als mein erstes Kind in den Kindergarten kam, aktiv. In der Grundschule und der weiterrührenden Schule war ich seitdem Mitlied des Elternbeirates, immer im Vorstand und über einige Jahre Elternbeiratsvorsitzende oder Stellvertreterin. Mit kurzen Unterbrechungen, bin ich seit 1988 Mitglied des Gesamtelternbeirates. Von 1998 bis Nov.2001 war ich dessen Vorsitzende. Wichtige Anliegen waren und sind mir die Einbindung der Eltern in die Arbeit der Schule, Reformpädagogik und die Baden-Württembergische Bildungspolitik. Welche Macht die Eltern besitzen (könnten), haben wir bei diversen Aktionen festgestellt. Die öffentliche Auseinandersetzung mit der Bildungspolitik begann 1996, als der Organisationserlass des Kultusministeriums vorgab, bei Raumknappheit Schüler an andere Schulen zu verweisen. Auch der Anstieg der Schülerzahlen in den einzelnen Klassen und dass über Jahre hinweg kaum Lehremachwuchs eingestellt wurde, veranlasste uns - eine Gruppe sehr engagierter Eltern- deutlich auf die sich verschlechternde Situation in den Schulen hinzuweisen. Der Gesamtelternbeirat war zu der Zeit eine sehr angepasste Institution, mit der sich unsere Gruppe nicht identifizieren konnte. Daher bildeten wir 1997 einen Arbeitskreis, der sehr vehement seine Kritik am Bildungssystem in die Öffentlichkeit brachte. Innerhalb von Konstanz erreichten wir, dass die gesetzlich verankerte Lernmittelfreiheit erhalten blieb. Noch heute müssen die hiesigen Eltern für Lernmittel, die mehr als 1 € kosten, nicht aufkommen - Schulbedarf, wie Hefte, Stifte, Sportsachen ausgenommen. Wir kämpften um die Einführung eines Schülertickets, das leider wegen der mangelnden Solidarität der Eltern keinen Bestand hatte. Eine Umfrage zu den beweglichen Ferientagen brachte als Ergebnis die Verlängerung der Fasnachtsferien und alternativ der Herbstferien, damit auch Eltern, die in der Gastronomie oder Landwirtschaft tätig sind, mit ihren Kindern gemeinsam Urlaub machen können. Seit 1999 bin ich im Gemeinderat der Stadt Konstanz und auch dort ist mir die Bildungspolitik das wichtigste Anliegen. 11/1998: Wochenend-Seminare für neue Elternvertreter und Eltern; 12/1998: Die HandballlSpielGemeinschaft (HSG) bietet Sport- und Hausaufgabenbetreuung für Jugendliche an. 3/1999: Umfrage wegen Verteilung der beweglichen Feiertage 7/1999: Massen-Unterricht unter freiem Himmel; Eltern lehren das Fach „Bürgerprotest“ beim größten Schülerstreik der Stadt – rund 3500 auf Marktstätte; Der GEB hatte zum Schülerstreik aufgerufen um die drangvolle Enge in den Konstanzer, Allensbacher und Reichenauer Schulklassen zu zeigen. 9/1999: Aktion zur Dokumentation ausgefallener Schulstunden 10/1999: 1. GEB-Forum: Was erwarten Personalchefs von ihren Auszubildenden? Podiumsdiskussion mit Praktikern aus Unternehmen, Handwerk, öffentlichem Dienst. Im Anschluss Gruppengespräch mit den einzelnen Referenten. 12/1999: Nikolaus-Aktion; einige GEB-Mitglieder fahren mit dem Nikolaus-Bus von Schule zu Schule. Die Rektoren bekommen eine Süßigkeit und Ermahnungen, für die Schüler die mitgebrachten Gutscheine zu verwerten, die Angebote von Institutionen und privaten Fachleuten für Lern- bzw. Kursangebote enthalten, 1/2000: Gründung des „Büro für ungewöhnliche Maßnahmen“ von Mitgliedern des GEB 3/2000: Plakataktion gegen die Bildungspolitik des Landes Baden-Württemberg („Wir können alles auser Bildung“ 5/2000: Eltern-Bildungsinitiative für ergänzende Kursangebote an den Schulen mit außerschulischen Experten (z.B. Computer-, Stütz-, Förderkurse); auf der Marktstätte: Verteilung von gebackenen Schwurhänden; mit Sparschweinen ausgerüstet werden Passanten um Gelder für die Förder-Aktion gebeten; 9/2000: Demonstration der Wessenberg-Schüler vor dem Kultusministerium in Stuttgart für mehr Lehrer 5/2001 „Nicht mehr lange fackeln.“ Landesweiter Fackellauf für Einstellung von Lehrern, kleineren Klassen, Umsetzung neuer Bildungskonzepte; Bildungsfeuer auf der Marktstätte: „den Bildungspolitikern Feuer unter dem Hintern machen“.
2001 – Eltembeiratsvorsitzender: Henning Tartsch Stellvertretung bis 2004: Volker Hämmerle Stellvertretung 2004 -: Tina Carls 7/2002: symbolische Zeugnisrückgabe vor dem Schulamt in Konstanz; 1100 Zeugnisse von Grund- und Hauptschülern. Kultusministerin Annette Schavan kommt deswegen vorzeitig zurück aus den Ferien wegen Diskussion. 2/2003: das Gutachten Schulentwicklungsplan „zu Grabe getragen“ mit Sargträger im Ratssaal 6/2003: Podiumsdiskussion: „Alles im Lot? Bildung in Not!“ Veranstaltungsreihe des Gesamtelternbeirates 5/2004: Pool für Lehrerreserve 6/2004: Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl; Diskussion unter Leitung des GEB-Konstanz zur Schul- und Familienpolitik in der Geschwister-Scholl-Schule 4/2005: Web-Seiten der Internetpräsenz www.geb-konstanz.de vorgestellt und frei geschaltet. 4/2005: Gesamtelternbeirat beruft sich nach Ablehnung der IZBB-Mittel auf Schulentwicklungsplan 6/2005: GEB-Debatte zu Schulmitteln 7/2005: Stadt lockert Notbremse 11/2005: Druck auf die Stadt zum Kauf der Buchenbergschule auf Initiative des GEB-Vorstandes 3/2006: Start der Fragebogenaktion an die Eltern: 8-jähriges Gymnasium: Belastung oder Chance? (G8) 6/2006: Es werden 506 Fragebögen ausgewertet; Vorbereitung einer öffentlichen Diskussion 6/2006: Version 2 der Internetpräsenz als lokales Eltern-InformationsSystem fertig gestellt 10/2006: öffentliche Diskussion, G8, achtjähriges Gymnasium, Belastung oder Chance; Umfrageergebnisse der Fragebogenaktion werden auf Schautafeln in der GSS-Schule präsentiert. |
GEB-Konstanz Chronik nach oben
Der Gesamtelternbeirat der Stadt Konstanz stellt sich vor, gibt Einblick in seine Vergangenheit, erläutert seine aktuelle Arbeit und vermittelt seine Visionen.
Konstanzer Eltern möchten über die Schulen ihrer Kinder wohl informiert sein. Bei 'Schulentwicklung' geht es um die Zukunft der Schulen allgemein. Als Elternbeirat muss man hierüber sachkundig sein.
Elternrechte und Elternpflichten werden in den Konventionen und Gesetzbüchern gezeigt. Elternvertreter müssen sich mit dem Schulrecht vertraut machen. Errungenschaften will zeigen, was Sozialwerke und Initiativen leisten.
Die ehrenamtliche Arbeit als Elternvertreter oder Elternbeirat soll mit Rat und Organisationsmitteln unterstützt werden. Schulische und familiäre Erziehung greifen ineinander. Elternschaft muss erlernt werden. Vielleicht finden Sie bei uns ein paar nützliche Beiträge.
Online bereit gehaltene Protokolle und Einladungen senken den Papierverbrauch und sparen Zeit. Auch was der GEB in der jüngsten Vergangenheit publiziert hat, ist für die neu hinzu kommenden Eltern von Interesse.
Was hat sich auf unserer Homepage getan? Ein Ferienkalender ist zur Hand mit der Anzeige ein Jahr im Voraus. Einladungen zum Thema Kindererziehung, Schule und Bildung in der Region sollten Sie auch bei uns finden.