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Die Schule ist ein „Haus des Lernens“ – so sah es eine von Johannes Rau eingesetzte Bildungskommission NRW „Zukunft der Bildung – Schule der Zukunft“ 1995 und fand damit Deutschland weit große Beachtung.
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„Schule der Bildung - Schule der Zukunft“ ISBN 3-472-02498-4
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„Junge Menschen sollen zum konstruktiven, positiven Gestalten unserer Welt gewonnen werden“, erwartet Bildungsforscher Otto Herz von der Schule und diskutiert über die richtigen „Lernziele für ein zukunftsfähiges Leben“ im „Haus des Lernens“
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Otto Herz auf der Bundes- tagung der Schullandheime 2001 in Berlin Tel. 0172 6523467 www.otto-herz.de
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„Alle Bildungseinrichtungen – von der Kindertageseinrichtung bis hin zur Berufsausbildungsstätte – sollen als ‚Häuser des Lernens’ die Lebenswirklichkeit ihrer Nachbarschaft einbeziehen. Dazu gehört die Gewinnung von Eltern zur Mitwirkung in Kindertageseinrichtungen und Schulen, aber auch die Kooperation von Schulen und Hochschulen mit der Wirtschaft. In regionalen Netzwerken sollen die Anbieter und Nachfrager von Bildung, Kinder- und Jugendhilfe sowie die Verantwortlichen für Arbeitsmarkt und Sozialpolitik zusammenwirken.“ Das ist eine These der „12 Empfehlungen des Forum Bildung“, die von einem Bündnis für Bildung über die Zuständigkeitsgrenzen von Bund und Ländern und über die Zugehörigkeit zu Parteien und Verbänden hinweg, in einer neuen Kultur der Zusammenarbeit entstanden ist. Im Forum Bildung haben Minister der Länder und des Bundes mit Vertretern der Sozialpartner, der Kirchen, der Wissenschaft, der Studierenden und der Auszubildenden über zwei Jahre an diesen Empfehlungen gearbeitet. Der Abschlusskongress fand im Januar 2002 statt.
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Arbeitsstab Forum Bildung, Tel. 0228 5402-126, www.forum-bildung.de
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Das Sächsische Staatsministerium für Kultus stellte im Jahr 2002 wegen der sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen einen Orientierungs- rahmen zur Diskussion, der wesentliche Zielvorstellungen zur Qualitätsentwicklung der Schulen beschreibt. In diesem „Leitbild für Schulentwicklung“ mit einer ausführlichen Bestandsaufnahme werden Ziele der sächsischen Schulbildung benannt: Wissenserwerb, Methoden-, Lern- und Sozial-Kompetenzentwicklung sowie Werteorientierung. Weiterhin werden Richtlinien zur konkreten Umsetzung, schulpolitische Leitlinien sowie Instrumente der Evaluierung angesprochen.
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Sächsisches Staatsministerium für Kultus (SMK), www.sachsenmacht-schule.de/leitbild/
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Jede Schule sollte ein „Haus des Lernens“ sein,
- damit nachdrücklich Motivation und die Fähigkeit zum selbst gesteuerten Lernen gefördert werden.
- in der eigenverantwortlich Entscheidungen getroffen werden, flankiert von einer beratenden Schulaufsicht.
- wo übliche Lehr- und Lernformen, wie der Lehrervortrag, die selbstständige Schülerarbeit, das Unterrichtsgespräch, das Gespräch, das Rollenspiel, das Streitgespräch oder das Schülerreferat ergänzt werden durch u.a.:
- Projektarbeit, z.B. 141. MS, Dresden,
Dreikönigsschule (GYM), Dresden
- Freiarbeit, z.B. GYM Freital-Deuben, Goethe-GYM Bischofswerda
- Epocheunterricht, z.B. Waldorfschulen
- Werkstattunterricht, z.B. 59. GS, Dresden, Lessing-GS Zittau
- Stationenlernen, z.B. MS Niederwiesa, MS „F. Mauersberger“, Netzschkau
- Entwicklung von Lernkompetenz/Training von Methodenkompetenz,
z.B. Ev. Kreuzgymnasium Dresden, MS Oberlichtenau
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Comenius-Institut Tel. 0351 8324502
www.sn.schule.de/~ci
www.tu-dresden.de/erzwisg/spsf/
„Jenaplan 21 – Schulentwicklung als pädagogisch orientierte Konzeptentwicklung (K. Both), 2001
ISBN 3-896-76336-9
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Erziehungswissenschaftler wie z.B. Dr. Heinz Klippert, der schon manchem sächsischen Lehrerkollegium das reform-pädagogische Schulent- wicklungsprogramm „Schule entwickeln – Unterricht gestalten“ in Weiterbildungs- kursen angeboten hat, oder Einrichtungen wie das Comenius-Institut, unterstützen die Entwicklung neuer Lehr- und Lernmethoden. Es lohnt sich, hier Zeit und Kraft zu investieren, denn das Ergebnis ist beeindruckend: Lehrer gehen zufriedener in die Schule und sind nicht mehr so ausgepowert, weil sie gelernt haben, ihr gewohntes Dominanz-Verhalten abzulegen. Eltern sind erstaunt, dass ihre (jugendlichen) Kinder besser miteinander auskommen und plötzlich gern in die Schule gehen. Und unsere Jugend ist bedeutend besser zum lebenslangen Lernen ausgebildet.
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„50 Jahre Bundeselternrat sind 50 Jahre engagiertes ehrenamtliches Eintreten von Eltern für bessere Schulen und eine gute Bildung für die heranwachsende Generation. Die Eltern haben sich in ihren Beschlüssen, Argumentationen, Hinweisen und Forderungen häufig näher an den Entwicklungen in den Schulen und an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen bewegt, als dies die verantwortliche Politik tat. Damit waren und sind die Eltern in der Wahrnehmung von Problemen und Entwicklungen den Politikern häufig ein ganzes Stück voraus.“ (Aus der Pr esseinformation des BER anlässlic h der 50-Jahr-Feier am 28.05.2002)
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www.bundeselternrat.de
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Wie sieht eine gut gemachte Schule aus?
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Sie ist eine Schule, in der die Lehrkräfte mit Herz und Energie im Zusammenwirken mit Eltern, Schülern und Schulaufsicht aus den vorhandenen Möglichkeiten eine positive und leistungsstarke Schule gestalten. Dabei müssen die unterschiedlich vorhandenen Voraussetzungen geschickt genutzt werden: Fähigkeiten und guter Wille des Schulleiters sowie der Lehrer, Mitwirkungsbereitschaft von kooperations-willigen Eltern, Vorhandensein einer an der Schule interessierten Lobby, soziale und kulturelle Herkunft der Schüler, städtischer oder ländlicher Schulstandort und natürlich finanzielle Ausstattung, Lehrer-Ressourcen sowie gesetzlicher Rahmen.
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Alle an Schule konkret Beteiligte müssen sich immer wieder Gedanken machen und darüber diskutieren, was für eine Schule sie denn wollen!
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„Immer wieder“ auch deshalb, weil sich die äußeren Bedingungen an der Schule ständig verändern:
- Schüler und Eltern kommen und gehen (und manchmal auch die Lehrer).
- Das, was unsere Kinder in der Gesellschaft erleben, ist ebenfalls einem Veränderungsprozess unterworfen.
- Die Kinder werden Jugendliche und erwachsen, ihre Einstellungen und Sichtweisen entwickeln sich.
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„Thema Schulprogramm – Gute Schule zwischen Qualitäts- sicherung und Evaluation“ (Hrsg. Franke/Kliebisch), 2000,
ISBN 3-896-76211-7
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Wie kann ein Schulprogramm erstellt werden?
- Welche Freiwilligen (Lehrer, Schüler, Eltern) arbeiten in einer „Steuerungsgruppe“
- mit? – Begeisterte und Skeptiker ins Boot holen!
- Wie sieht das Schulklima aus? – Fragebögen sind hier hilfreich.
Eine ehrliche Bestandsaufnahme ist nötig!
- Was ist schon gut und sollte beibehalten werden?
- Welche Ziele wollen wir entwickeln?
- Wo sind meine Partner? – Erfahrungen von Nachbar- und Partnerschulen nutzen,
- Welche Wege müssen eingeschlagen werden? – auch an Weiterbildungen denken,
- Welche Rahmenbedingungen müssen ggf. geändert werden? – mit dem RSA sprechen,
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Muster-Fragebögen für Schüler und Eltern sowie Erfahrungen damit: · Sonderheft von „Lernende Schule“ des Friedrich-Verlages · Gisela Grüneisen (LER-Mitglied)
Tel. 034298 38945
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Die Messlatte:
In guten Schulen fühlen sich die Schüler wohl. Und die Lehrer auch.
Fachliches Können gedeiht auf Grund guter zwischenmenschlicher Beziehungen und Schüler, Eltern und Lehrer hören sich einander zu.
Eltern(vertreter) sind willkommen.
Neugier und Ehrfurcht werden geweckt, Fehler und Umwege sind erlaubt.
Lernen wirkt ansteckend.
Gute Schulen fördern die verschiedenen Begabungen der Schüler, ermutigen Lernschwache durch erreichbare Erfolge, sie erkennen den Mut der Schüler an, wenn sie Minderheitspositionen vertreten.
Dabei geht es nicht um 100%ige Vollkommenheit…
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Schulen, in denen Unhöflichkeit, Frechheit, Disziplinlosigkeit, Respekt- losigkeit, Faulheit, Aggressivität bis hin zu Gewalt zu keinen wirksamen Konsequenzen führt, haben schon verloren! Und mit ihnen die Schüler, die Frechen und Faulen genauso wie die Fleißigen und Höflichen.
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Eltern müssen sich hier zu- sammentun und die Probleme mit der Schule diskutieren.
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Schulen in denen Schüler, Lehrer oder Eltern Angst vor Versagen, vor Ausgelacht werden, vor spitzer Kritik, vor Zynismus, vor Klagen, vor aggressivem Verhalten, vor Mobbing, vor Verleumdung haben, müssen dringend etwas verändern!
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Eine gute Schule fördert die Ausbildung in Musik, Sport, Sprachen, Kunst und Lesen, denn kreative und sportliche Fähigkeiten motivieren, regen zum vernetzten Denken an und fördern Gesundheit. Sie sind damit wichtige Voraussetzungen für hohe – auch naturwissenschaftliche! – Leistungen. Sie sind keine Nebensache oder Zusatzaufgabe, die man als erstes streichen kann, wenn die Lehrer knapp werden!
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Zeichenwettbewerb zur Leipziger Buchmesse „Manga Talente“
Tel. 0341 678-8249,
www.comicsinleipzig.de
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Prozesse müssen in Gang gesetzt werden, es gibt kein allgemein gültiges Rezept.
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„Schule mal anders – Partner- verzeichnis für Schulprojekttage in Sachsen“
ISBN 3-935607-008
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