geb-konstanz
Photo by Julie A. Miller; Cathedral School takes uniform approach for dress code; copyright: http://www.catholicherald.org/archives/articles/uniforms.html
 ?  Vielleicht machen wir es so, dass wir zu oberst auf dieser Seite immer die Themen bringen, die aktuell in der Gesellschaft zum Thema Schulkinder diskutiert werden. Die Schulkleidungsproblematik in Deutschland ist nicht gelöst und ist wegen aktuellen Bekleidungsmoden der Jugend kontrovers. Das Thema Gewalt in der Schule hat seinen eigenen Bereich in Mitgestaltung->gegen Gewalt.

Südkurier 28.9.2010
Zeugnisnoten

Kultusministerin Marion Schick (CDU) rät Eltern, „Kinder nicht nur über die blanke Zeugnisnote zu definieren." Zeugnisnoten seien „lediglich ein Indikator unter vielen, der die Leistungen der Kinder und Jugendlichen in der Schule widerspiegelt". Eltern sollten den Mut haben und den Zeugnisnoten nicht den absoluten Stellenwert beimessen. „Wenn Kinder ihren Selbstwert nach dem Motto 'gute Noten, gutes Kind - schlechte Noten, schlechtes Kind' definieren, läuft etwas schief." Kinder seinen glücklich, wenn sie mit sich zufrieden seien, ist die frühere Wirtschafsprofessorin und Mutter zweiter Kinder überzeugt. Sie gehe privat, um einen „guten Schlusspunkt" unters Schuljahr zu setzen, beispielsweise gemeinsam Eis essen.

die Schuluniform

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Wikipedia

Karo schlägt bauchfrei

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FOCUS Schule

WissensSchule.de: Schulkleidung ist nicht Schuluniform

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Portal für Schule, Studium, Ausbildung und Wissen

die Elternkatastrophe, Die Zeit

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Zur Erziehung abgeliefert: Die Schule kann an den Kindern nicht wettmachen, was die Familie sträflich versäumt

Gute Schulleistungen - und schon ein "Streber"?

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online-Familienhandbuch

Null Bock auf Schule - Wie entstehen Schulmüdigkeit und Schulverweigerung? - Was kann man tun?

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online-Familienhandbuch

Mein Kind schwänzt - was tun?

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Schwänzen kann teuer werden

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In Konstanz müssen Schulschwänzer mit einer aufmerksamen Polizei rechnen

Zurückgewinnen
Umgang mit Schuldistanz
Freistaat Sachsen

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Eine Handreichung für Lehrer

Schulfähigkeit/Schulreife

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online-Familienhandbuch,
siehe auch bei uns unter Schulanmeldung

Schulmaterialien - Tipps für den Kauf

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die Grundschule

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der Übergang in die weiterführende Schule

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Welche ist die richtige Schule?

Schulprobleme - was tun?

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Schulangst

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Schulkinder erziehen

Entnommen aus:

2. Handreichung für Elternsprecher in Sachsen

Elterngestalten Schule mit – aber wie?

Herausgeber: Landeselternrat Sachsen, Geschäftsstelle,
Hoyerswerdaer Straße 1, 01099 Dresden,Tel. 0351 56347-32, Fax 56347-33

E-Mail geschaeftsstelle@ler-sachsen.de

Autorin/Layout: Mechthild Wilkowski; Seite 5-6; Juli 2003; reformatiert: GEB-Konstanz 7/2005

Unsere Kinder im Vordergrund

 

Kinder brauchen zur optimalen Entwicklung

verlässliche Begleitung und Unterstützung der Eltern,

damit (Ur-)Vertrauen entstehen kann. Sie brauchen die Fürsorge von beiden Eltern. Auch nach einer Ehescheidung brauchen sie die Zuwendung des nicht mehr zu Hause wohnenden Elternteils!

um Vertrauen werbende Lehrer,

die glaubwürdig sind und die Zuversicht ausstrahlen und ihnen damit helfen, den nächsten Entwicklungsschritt zu wagen.

Bezugspersonen,

wie Freunde, Nachbarn und Großeltern, die einfach da sind, um bei dieser oder jener Gelegenheit zuzuhören, sich zu interessieren oder Hilfe zu organisieren.

anspruchsvolle Mitmenschen,

damit die Fähigkeit zu Kritik, zu Einspruch und Widerstand heraus gebildet werden kann. Kritik ist, auch wenn sie weh tut, etwas zutiefst Konstruktives und Menschliches – solange sie als Freund und nicht als Feind geäußert wird.

Interessierte

für ihre Computer-, Fernseh- und Spielkonsolenvorlieben. Sie brauchen Erwachsene, die wissen, welche Seiten sie im Internet besuchen, welche Filme sie sehen und welche Spiele sie spielen, und die die neuen Möglichkeiten auch gemeinsam mit ihnen nutzen. Eltern, Eltern der Freunde und Lehrer sollten sich zusammen tun, um Strategien zu entwickeln, diese Vorlieben in bestimmte Bahnen zu lenken.

Kinder sollen durch Elternhaus und Schule bekommen

Verantwortung,

für Aufgaben, die sie für die Gemeinschaft der Familie und der Schule erledigen müssen.

Achtung vor ihrer Persönlichkeit,

denn Kinder sind verschieden und entwickeln sich verschieden schnell. Sie haben individuelle Bedürfnisse und Lösungswege. Kinder sind niemals Versager!

Herausforderungen,

an denen sie sich messen können, um Mut und Risikobereitschaft zu trainieren.

Gelegenheiten zu sportlicher Betätigung,

denn gutes Körperempfinden schafft die Basis für eine gute Orientierung.Viel Bewegung in freier Natur hält gesund und macht fit.Training baut Aggressionen ab. Für eine Mannschaft um den Sieg zu kämpfen erfordert Teamgeist.

Zeit für Spielkameraden und Freunde,

 

damit Freundschaften entstehen können. Sie sind nötig, um die Welt positiv sehen zu können. Wenn Kinder in der Nachbarschaft keine Spielgefährten finden, sind sie in ihrer Entwicklung benachteiligt.

Humor,

durch zuversichtliche Bezugspersonen, die auch einmal locker bleiben können.

Anerkennung für ihre Leistungen und Hobbys,

die sie selbstsicher werden lässt und die der beste Motor für ihren Fleiß ist.

Aufmerksamkeit von Eltern und Lehrern,

für das, was sie mit Freunden erleben und was sie in ihrer Freizeit machen.

Wohlwollen,

das ihnen hilft, Selbstironie zuzulassen und Fehler eingestehen zu können.

Zeiten und Räume, wo sie in Ruhe gelassen werden,

damit sich ihre Phantasie und Eigeninitiative ungestört entwickeln können; damit sie lernen, Frustrationen geduldig auszuhalten.

spannende Bücher,

um Lesekompetenz und Sprachempfinden zu entwickeln.

musische Ausbildung,

 

denn Singen und Musizieren fördert die (naturwissenschaftliche) Intelligenz, weil die Musik gleichzeitig ganz unterschiedliche Fähigkeiten und Sinnesorgane beansprucht. Außerdem werden eine hohe Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Ausdauer trainiert. Die jungen Sänger oder Instrumentalisten müssen nicht nur rational und körperlich aktiv werden, sie müssen sich auch emotional einbringen.

mehrsprachige Ausbildung,

 

weil man nur in der Kindheit Sprachen ohne Mühe lernt, bloß durchs Nachsprechen und weil durch den erweiterten Wortschatz im kindlichen Gehirn reichlich vorhandene Potenziale erschlossen werden. Wenn irgend möglich, sollten Kinder mindestens zweisprachig aufwachsen.

Zusammensein mit Behinderten, mit Kranken und Alten,

 

weil sie zum Leben dazu gehören. Kinder brauchen die Erfahrung, dass Leiden und Schmerzen ein Teil des Lebens sind, dass man sich damit arrangieren kann, dass manchmal gerade eine solche Herausforderung zu menschlicher Größe verhilft. Sie sollten sensibel helfen lernen.

Kontakte mit anderen Kulturen,

 

weil interessante Erlebnisse und Begegnungen bereichernd sind. Durch die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen wird Wissen vermittelt und somit können eigene Wertvorstellungen herausgebildet werden. Wer Menschen anderer Kulturen schätzen gelernt hat, entwickelt Toleranz und kann die gewonnenen Erfahrungen kompetent nutzen.

Lernen mit Jüngeren und Älteren

 

um der Erfahrung willen, dass jeder wichtig ist, weil er etwas Wichtiges einbringen kann, obwohl es nicht das Gleiche ist, was man selber kann. Sie werden „teamfähig“. In unserer geschwisterlosen Zeit ist es ein bedeutsames Erlebnis, wenn die Älteren für die Jüngeren Verantwortung übernehmen dürfen oder müssen und die Jüngeren von den Älteren beschützt oder heraus gefordert werden.

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Entnommen aus:

2. Handreichung für Elternsprecher in Sachsen

Elterngestalten Schule mit – aber wie?

Herausgeber: Landeselternrat Sachsen, Geschäftsstelle,
Hoyerswerdaer Straße 1, 01099 Dresden,Tel. 0351 56347-32, Fax 56347-33

E-Mail geschaeftsstelle@ler-sachsen.de

Autorin/Layout: Mechthild Wilkowski; Seite 6-7; Juli 2003; reformatiert: GEB-Konstanz 7/2005

 

Verantwortung zur Erziehung

 

Man kann nur Menschen unterrichten, die zuvor erzogen worden sind.

Wer eine bessere Bildung will, muss zuerst die Erziehung verbessern.

 

Eltern haben natürliche Rechte und Pflichten zur Pflege und Erziehung ihrer Kinder (vorstaatliches Recht). Gleichgeordnet neben dem Elternrecht besteht der staatliche Erziehungsauftrag. Damit stehen elterlicher und staatlicher Anspruch auf Erziehung und Bildung der Kinder in einem Spannungsfeld, das sich nur dann fruchtbar auswirken wird, wenn alle Erziehungsträger ihre Aufgabe ernst nehmen und miteinander kooperieren.

Wie sollen unsere Kinder und Jugendlichen erzogen werden?

Immer dann, wenn Schüler in der Gesellschaft auffällig werden, wird in den Medien und in den Diskussionen die Forderung nach „Erziehung“ laut. Aber Eltern und auch Schulen sind heutzutage in der Frage nach der richtigen Erziehung oftmals verunsichert:

  • Wie und für welche Werte wird „zeitgemäß“ erzogen?
  • Muss überhaupt erzogen werden?
  • Wie erreiche ich in der heutigen Welt den gewünschten Effekt?

Lehrer weisen den Eltern und Eltern den Lehrern den „schwarzen Peter“ zu. Die „Gesellschaft“, wie Politiker, Wirtschaft, Hochschulen, verlangt, dass die Erziehung im Selbstlauf funktionieren muss, kein Geld kosten darf und ansonsten hält sie sich raus.

Fakt ist aber, dass Kinderärzte und Statistiken unserer nachwachsenden Generation größer werdende seelische und körperliche Vernachlässigungen attestieren. Immer mehr Kinder, die heute eingeschult werden, sind verhaltensgestört. Erziehungsverweigerung - wie sie im Westen als Folge der antiautoritären 60er Jahre, im Osten auf Grund des staatlichen Erziehungsmonopols entstanden ist, hilft uns nicht weiter.

 

Konsequente, positive Erziehung hat einen enormen Einfluss auf die

Entwicklung der Kinder. Es ist wissenschaftlich belegt, worin eine effektive Erziehung besteht und dass engagierte Erzieher Risikofaktoren für Kinder, wie z.B. Arbeitslosigkeit, schlechtes Milieu, Ehescheidung, destruktives Umfeld, positiv beeinflussen können. Eltern sollten sich kundig machen und sich einmischen – im Interesse ihrer eigenen Kinder, die täglich mit den Mitschülern der Klasse und der Schule auskommen müssen.

Im Buchhandel gibt es jede Menge Literatur, z.B.: „Ist Erziehung sinnlos – die Ohnmacht der Eltern?“ (Judith R. Harris) ISBN 3-498-92949-5

„Erziehungsnotstand“ (Gerster/Nürnberger) ISBN 3-87134-433-8

„Moral und Erziehung in der pluralistischen Gesellschaft“ (H.-J. Werner) ISBN 3-534-16026-6

Jugend-Studium, z.B.www.shelljugend2000.de

Ohne unterstützende Rahmenbedingungen kann eine wirkungsvolle Erziehung in der Schule nicht gelingen.

Rainer Silbereisen, Professor an der Uni Jena sowie Präsident der Dt. Gesellschaft für Psychologie

Politiker müssen

  • die ausreichende Menge Geld für Familie und Schule zur Verfügung stellen, sowie
  • kluge und innovative Gesetze verabschieden, damit Kinder und Jugendliche jetzt den richtigen Weg finden und uns allen nicht später das Leben schwer machen sowie der Gesellschaft großen Schadenzufügen und uns dann außerdem viel mehr Geld kosten, als es präventive Maßnahmen jetzt tun.

Frühe Erziehung hat Spätfolgen, so oder so !

Kinder und Bildschirme

„Die neuen Medien führen zu einer verstärkten Globalisierung, zur Veränderung des Wertesystems und zu neuen Lebensmodellen. Ohne den kompetenten Umgang mit den Medien ist eine berufliche und gesellschaftliche Existenz kaum mehr denkbar.“

Verantwortungslos ist es,

  • wenn Eltern nicht wissen, womit sich ihre Kinder am Bildschirm beschäftigen,
  • wenn Eltern das Augenmaß für eine ausgewogene Beschäftigung ihrer Kinder verlieren und billigen, dass ihre Kinder zu lange an Bildschirmen sitzen,
  • wenn die Gesellschaft zulässt, dass zweifelhafte und destruktive Fernsehfilme, Videos und Computerspiele im Umlauf sind und so die Köpfe unserer Kinder mit Porno, Horror, Action, Werbung, Soap und Gewalt füllen.

Resolution des Bundeselternrates,
vom Mai 2000

 

Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM),

Tel. 0351 81404-0
www.slm-online.de Programmberatung für Eltern:

www.flimmo.de

 

Volljährige Kinder – und nun?
„Bei volljährigen Schülern mag es juristisch reichen, nur mit dem Betroffenen selbst in Kontakt zu sein. Aber aus pädagogischer Sicht ist das Gespräch mit der Familie von großer Bedeutung. Auch mit 19 braucht man noch Hilfe und Geborgenheit. Das steht außer Zweifel.“

Jürgen Hegewald, schulpsychologe in Dresden

Erziehung von Schülern gelingt nur in Kooperation aller Beteiligten:

Schule – Eltern – Gesellschaft.

Dabei können und dürfen Schulen den Eltern nicht ihre Verantwortung abnehmen, Eltern bleiben die Verantwortlichen für ihre Kinder, auch wenn sie in der Schule lernen.

Die Gesellschaft muss sich interessieren und ausreichend unterstützen.

Eltern (und Lehrer) sollten positives Erziehen durch Weiterbildung lernen.

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Entnommen aus:

2. Handreichung für Elternsprecher in Sachsen

Elterngestalten Schule mit – aber wie?

Herausgeber: Landeselternrat Sachsen, Geschäftsstelle,
Hoyerswerdaer Straße 1, 01099 Dresden,Tel. 0351 56347-32, Fax 56347-33

E-Mail geschaeftsstelle@ler-sachsen.de

Autorin/Layout: Mechthild Wilkowski; Seite 8-9; Juli 2003; reformatiert: GEB-Konstanz 7/2005

Eltern erziehen Schulkinder

Widerspruchslose Unterordnung einfordern! Kein Aufmucksen mehr, wenn wir Erwachsenen gesprochen haben! Null Toleranz für die unbequemen und nervenden Kinder, diese Faulpelze und Versager, mit ihren absurden Gedanken und abstrakten Vorstellungen! Keine Störungen bitte! Keine Kritik, sonst ...!  So bitte nicht mehr!

Elterngewalt gegen Kinder ist keine Bagatelle: Ohrfeigen und Schläge sind absolut tabu!

www.mehr-respektvorkindern.de

Vielen Eltern steht ihre Vergangenheit im Wege. „Wir sind oft in strafender Atmosphäre aufgewachsen und daher gewohnt, alles über negative Äußerungen zu regulieren: durch Verbote und Maßregelungen“, vermutet Gabriele Steentjes, eine Triple-P Trainerin. (Siehe Seite 9)

„Erziehung“, GEO, Nr. 4/2002, www.geo.de

„Erziehung heute – Vater sein“, „Disziplin“ Friedrich-Verlag ISBN 3-617-38001-8

„Kinder brauchen Grenzen“,
J.-U.Rogges
ISBN 3-499-19366-3

„Eltern, die ungewollt genau das Verhalten fördern, das sie eigentlich zu verhindern suchen, sind ineffektiv und haben auffällige Kinder. Statt erwünschtes Kinder-Verhalten zu fördern, versuchen sie unerwünschtes auszutreiben, durch Drohungen, Schimpfen, Schreien und Schlagen“, sagt Erziehungsforscher Gerald Patterson (Oregon).

Das kann nicht funktionieren – denn so lernen Kinder nicht!

„Familienkonferenz“

Thomas Gordon (1970)

Viel erfolgreicher ist es, Kindern gegenüber konsequent zu sein, sie regelmäßig zu loben und ihr unerwünschtes Betragen so wenig wie möglich zu verstärken:

Zwangsprozesse in Belohnungssysteme verwandeln!

„Autorität ohne Gewalt“ Omer/Schlippe
ISBN 3-525-01470-8

Im April 2001 hat der Deutsche Lehrerverband eine „Denkschrift zu den Elternpflichten“ veröffentlicht. Aber Eltern sind keine Erfüllungsgehilfen der Lehrer und reagieren allergisch, wenn Lehrer versuchen, sie zu „disziplinieren“. Genauso wenig gern lassen sich Lehrer mangelnde Kompetenz von Eltern vorwerfen. Da haben wir das Dilemma: Wenn es Lehrern und Eltern nicht gelingt, sich gegenseitig zuzuhören, zu respektieren und zu kooperieren, werden es die Kinder „ausbaden“.

Deutscher Lehrerverband

(DL), Tel. 0228 211212,
www.lehrerverband.de/Peeltern.htm/Memelter.htm

 

Dieser Auffassung ist auch der Verband Bildung und Erziehung und schrieb in einem „Offenen Brief an alle Eltern und Erziehungsberechtigten in Deutschland“ vom 23.05.2002: „Schule ohne Eltern ist nicht machbar ... Dass dies im Alltag nicht ohne Widersprüche und Konflikte zu verwirklichen ist, weiß jeder von uns. Und davor sollten wir auch nicht zurück schrecken, doch die Grundrichtung muss klar sein: einen Erziehungskonsens zwischen Schule und Elternhaus zu verabreden ...“

Eltern sollten u.a.:

 ihrem Kind einmal am Tag ungeteilte Aufmerksamkeit geben – manchmal reichen da schon wenige Minuten.

 ihr Kind erzählen lassen, was es in der Schule gibt, wie es seinen Freunden geht, was es nach der Schule macht, ohne gleich Ratschläge zu geben oder Partei zu ergreifen.

 Sorgen des Kindes ernst nehmen, auch wenn sie in den Augen Erwachsener unbegründet sind.

 mit Achtung von den Lehrern sprechen, damit sie Autoritäten in den Augen der Kinder werden/bleiben.

 mit den Eltern der Nachbarkinder oder Freunden im Kontakt sein, um Erziehung abzusprechen (Kinder können nicht allein erzogen werden, weil sie sich an der Gruppe orientieren). Auch Elternabende müssen dem Koordinieren von Erziehungsfragen dienen.

 bedenken, dass Kinder langsamer sind und ein anderes Zeitgefühl haben.

 ihren Kindern Orientierung geben, indem sie im gleichen Rhythmus, mit verlässlicher Ordnung und Beständigkeit, familiäre Rituale zelebrieren, z.B. gemeinsame Essenzeiten.

 logisch konsequent sein (Ermahnungen helfen nicht viel): statt vielem Reden lieber nachvollziehbar handeln.

Verband Bildung und Erziehung (VBE), Tel. 030 7261966-0, www.vbe.de

 

 

 

 

Erziehen bedeutet Loslassen lernen, entlassen in die Selbständigkeit.

 

 

 

Sie müssern als Eltern nicht perfekt sein – nur gut genug. (Winnicott, Kinderpsychiater)

 

Um effektiver handeln zu können, müssen Eltern besonders lernen, ihr eigenes Verhalten vorurteilsfreier und genauer zu beobachten.

Eltern-Trainings-Kurse sollten an Schulen angeboten werden (zusätzlich zu den „Elternkursen“ während einer Schwangerschaft). Damit kann langfristig Verhaltensstörungen und Schulproblemen vorgebeugt werden. Dermaßen geschulte Eltern reagieren auch auf anderen Ebenen kompetenter (zum Beispiel im Beruf oder als zukünftige Elternvertreter ...).

Triple P (Positive Parenting Program) – ist ein Erziehungskonzept (mit verhaltenstherapeutischem Ansatz) unter vielen anderen. Es wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft wissenschaftlich begleitet und wurde durch Prof. Kurt Hahlweg (TU Braunschweig) in Deutschland eingeführt.
www.triplep.de

 

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